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Menschen mit sozial-emotionalem Handicap

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Veranstaltungsdetails

Startdatum
19.10.2020 - 09:00
Enddatum
20.10.2020 - 16:00
Ort
Teilnehmerabhängig
PLZ
24768
Stadt
Rendsburg
Max. Teilnehmer 18
Preis
375 €

Teaser

Hinweise aus der Hirnforschung zum Aufbau pädagogischer Hilfen in der WfbM und im Wohnen

Dagmar Stenzel

dagmar.stenzel@gdw-nord.de

04331 / 12696 - 13

Herr Dipl.-Psych. Winfried Klaes

Institut Johnson

Beschreibung

Ziel unseres Seminars ist es, Ihnen auf allgemein verständliche Weise die neuesten Kenntnisse der sozialen Neurowissenschaften und Bindungsforschung darzustellen. Diese Hintergründe tragen zum Verständnis der Diagnose sozial-emotionale Behinderung bei und helfen, die Betreuungsplanung erfolgreich aufzubauen. Eine Sensibilisierung für neues Denken und daraus abgeleitete neue Betreuungsmaßnahmen wird angestrebt.

Lange Zeit nannte man sie „junge Menschen mit herausforderndem Verhalten“ oder auch „Junge Wilde“. Man ging davon aus, dass bei diesen Personen mit geeigneten Fördermaßnahmen ein selbstbestimmtes Leben sowohl im Arbeitsbereich als auch in der privaten Lebensgestaltung erreicht werden könnte. In der Praxis müssen wir jetzt feststellen, dass dieses Ziel in sehr vielen Fällen nicht erreicht wird. Trotz dieser offensichtlichen Feststellung scheint es der Fachöffentlichkeit schwer zu fallen, die zu beobachtenden Verhaltensweisen der betroffenen Personen als dauerhafte und nicht zu behebende „Behinderung“ anzusehen. In den letzten Jahren lieferten indes die sozialen Neurowissenschaften und die Bindungsforschung Erkenntnisse, die belegen, dass die aus der frühen Kindheit stammenden Störungen der emotionalen, sozialen und ggf. intellektuellen Entwicklung in vielen Fällen nicht reversibel sind. Die Folge ist eine Behinderung im emotionalen Erleben und im sozialen Verhalten – wir nennen sie „sozial-emotionales Handicap“ –, die nur mit einer dauerhaften Unterstützung die Teilhabe am öffentlichen gesellschaftlichen Leben erlaubt.

Zielgruppe: Das praxisorientierte Seminar richtet sich an Fachkräfte einschließlich der jeweiligen Leitungen aus der Jungend- und Behindertenhilfe, der WfbM, dem betreuten Wohnen und SozialpädagogInnen. Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre Erfahrungen mit der betroffenen Klientel einzubringen.

Hinweise: 375,00 € einschließlich Verpflegung. Der genaue Veranstaltungsort richtet sich nach der Teilnehmerzahl und wird nach Ablauf der Anmeldefrist mitgeteilt.

Anmeldefrist: 01.10.2020

Programm/Ablauf

In unserem Seminar werden wir zunächst die aktuellen Erkenntnisse der Neurowissenschaften in Bezug auf die Entwicklung von Emotionen und Sozialverhalten darstellen. Diese Erkenntnisse werden wir nutzen, um typische im Alltag zu beobachtende Erscheinungsformen im Verhalten (z. B. Aggressionen, Fluchtverhalten, fehlendes Einfühlungsvermögen) zu analysieren und daraus die passende Diagnose zu entwickeln. Diese Diagnose ist die Grundlage für die langfristige Betreuungsplanung. Wir werden in diesem Zusammenhang erläutern, warum viele gewohnte Betreuungsstrategien (und auch therapeutische Maßnahmen) nicht erfolgreich sein können. Die Praxis der Betreuung von Menschen mit sozial-emotionalem Handicap erfordert neues Denken und neue Maßnahmen! Die Diagnose dient deshalb auch dazu, die notwendigen neuen Betreuungsmaßnahmen fachlich zu begründen.

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